Königliche Jury urteilt:

Voltlagerin Verena Kastner ist Ankums neuer Superstar

Von Björn Thienenkamp

 Verena Kastner überzeugte: Für das Lied „Ich will immer wieder dieses Fieber spüren“ von Helene Fischer gab es vom Publikum die meisten Stimmen und von Axel Hüttmann schließlich die 400 Euro Siegesprämie. Foto: Björn Thienenkamp
Ankum. Eine königliche Jury hatte Axel Hüttmann für den Wettbewerb „Ankum sucht das Supertalent“ seines Kartoffelhauses am Samstagabend in der „Ankumer Remise“, dem überdachten Biergarten, versprochen. Und so urteilten über die Künstler dann Hans Niemann, Andreas Schmidt und Bernd Wingerberg – ehemalige Schützenkönige und der amtierende Ankumer Regent.Bericht der Lokalzeitung: Bersenbrücker Kreisblatt
Nach drei Ausgaben „Ankum sucht den Superstar“ änderte Hüttmann den Wettbewerb nun in „Ankum sucht das Supertalent“, damit nicht nur Sangeskünstler teilnehmen konnten. Weil andere Talente sich nicht anmeldeten, blieb es bei Gesang. „Die Leute wollen singen, dann sollen sie doch singen“, fasst das Hüttmann in seiner „Ankumer Remise“ zusammen, dem „Biergarten auch bei schlechtem Wetter“.

An diesem Samstagabend ist das Wetter gut. „Besser geht es nicht, wir haben alles richtig gemacht, das Bier ist kalt, die Steaks sind warm“, freut sich Hüttmann, der den Abend moderiert und zwischendurch auch selber manchmal singt. In drei Blöcken treten ein Trio und15 Einzelinterpreten gegeneinander an, nach jedem Block sammelt Franz Hesse die Stimmzettel der Gäste ein.

Das Trio Angelika, Jessica und Jenny ist noch sehr jung und ebenso schüchtern. „Ich bin nicht mehr ich“ von Selina Müller singen die drei Mädels. „Respekt, hier vor dem Publikum, vor Millionen Zuschauern, aufzutreten“, würdigt Andreas Schmidt die Leistung etwas übertrieben. „Im Lied geht es ja um den Wunsch nach dem ersten Kuss, und das kann bei euch nicht mehr lange dauern“, scherzt Bernd Wingerberg. „Das war ein selbstbewusster Auftritt“, meint Niemann.

„Fahr ab die MAZ“
„RaineKönigliche Jury: Hans Niemann, Andreas Schmidt und Bernd Wingerberg waren oder sind Ankumer Schützenkönig (von links) . Axel Hüttmann sieht bei der Auswertung der Stimmzettel gespannt zu. Foto: Björn Thienenkampr, fahr ab die MAZ“, moderiert Axel Hüttmann immer wieder traditionell, wenngleich Rainer Steinkamp am Mischpult natürlich gar kein Magnetband mehr verwendet. Matthias Suding steht derweil auf dem Bürgersteig und genießt seine Leckereien auf der Mauer der Remise. Sieht er denn von da hinten auch etwas? „Wenn man groß ist, alles.“

Jung und dynamisch, überwiegend englischsprachig, sind die Interpreten, die Titel meistens aktuelle Hits. Bei Bernard Mysliworski ist das anders. Er tritt mit „Wir Kinder von der Eger“ von Ernst Mosch auf. Sangestechnisch zweifelsohne eine saubere Leistung, doch eben nicht der Nerv des Publikums. „Ich bin hier bei Axel als Freund“, wertet der Schlagzeuger der Hartlager Blaskapelle seinen olympischen Gedanken.

„Wir haben ein Top-Niveau mit Teilnehmern auch aus Diepholz und Rheine“, wertet die Jury, als die Siegerinnen der drei Blöcke gegeneinander antreten: Nicki Olding, die unscheinbar wirkt, aber überraschend kräftig Dampf aus der Kehle bringt, mit beeindruckend sattem Elan quasi als Trabbi mit Porschemotor. Dann Marie-Christine Küthe, schon einmal hübsch anzuschauen, zur sauberen Dynamik in der Stimme noch eine gekonnt energiereiche Gestik und Mimik. Und Verena Kastner, ein knuddelig knuffiges Wesen, das beim begeisterten Singen mit einem Teddybären in der Hand in Ekstase zu verfallen

Siegerin völlig „platt“
Neben dem Gesang ist es wahrscheinlich auch ihre liebenswerte Natürlichkeit, mit der Verena Kastner siegt. Wie sie ihren Titel ausgewählt hat? „Spontan, Schlager fand ich immer schon gut“, antwortet die 28-Jährige. Hat sie sich Chancen ausgerechnet? „Nein, niemals, auf keinen Fall“, stellt die Arzthelferin klar. Wie sie ihren Sieg empfindet? „Ich bin so platt, hätte ich nicht gedacht“, sagt die Voltlagerin.  Was sie mit den 400 Euro Gewinn macht? „Das werde ich in meine Ausbildung zur Diätassistentin stecken.“

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