Come on Laureen

Ankum hat den Superstar gesucht und gefunden

Von Björn Thienenkamp

Bericht: Bersenbrücker KreisblattAnkum. Warum in der warmen Bude vor dem Fernseher hocken und den „Eurovision Song Contest“ anschauen? Da hatten es die Gäste vom Ankumer Kartoffelhaus am Samstagabend an der frischen Luft doch wesentlich besser, als Gastwirt Axel Hüttmann auf der Bühne stand und behauptete: „Ankum sucht den Superstar“.

13 Kandidaten, drei Jury-Mitglieder und eine Remise voller Zuschauer sind zur fünften Staffel des Sängerwettstreits direkt an der Bundesstraße angetreten. Die Jury kommentiert, entschieden wird aber mittels Stimmzetteln des Publikums. „Wie man sieht haben wir alles richtig gemacht“, sagt Moderator und Kartoffelhauschef Axel Hüttmann. „Wenn Jung und Alt miteinander feiern ist alles gut, und das ist so in Ankum bei ASDS“, freut sich der 43-Jährige.

 Laureen Niermann siegte am Samstagabend beim Sängerwettstreit „Ankum sucht den Superstar“, zu dem Gastwirt Axel Hüttmann in die Remise vor sein Kartoffelhaus eingeladen hatte. Als nächstes wird die 18-Jährige aus Wallenhorst vielleicht an einem Musical-Casting teilnehmen. Fotos: Björn Thienenkamp„Fidel hat das Herz am rechten Fleck, besitzt Bühnenerfahrung und singt gerne und viel“, beschreibt Hüttmann das Jurymitglied Stefan Kempe. „Schabo ist das Urgestein aus ASiWa (Ahausen-Sitter-Walsum), dem Reich der Mitte, und der Frühschoppenpoet mit Bühnen- und Bretterfahrung“, sagt der Gastwirt über das Jurymitglied Andreas Schiestl. „Und Klocki ist mein ehemaliger Weggefährte vom Frühschoppenkomitee, der sich als Stimmenimitator und spontaner Sänger einbringt“, sagt Hüttmann über Frank Klock als den dritten im Bunde und resümiert: „Spontanität ist bei uns das A und O, der eine spielt dem anderen den Ball zu.“

Zu urteilen haben Jury und Zuschauer über Darbietungen wie „Valerie“ von Raoshe Haji, mit der sie an Amy Winehouse erinnert. „Ich liebe singen und mache das in der Musikschule und in einer Band“, sagt die junge Frau. „Wir kommen aus Diepholz und keiner ist mitgekommen, der für uns Stimmzettel ausfüllt“, rechnen sie und ihre Mutter Paco sich nicht viel Erfolg aus. „Ich schaue im Fernsehen Talentshows und möchte Amy wiederbeleben, indem ich ihre Lieder performe, durch mehr Gesangsunterricht möchte ich mich perfektionieren“, zeigt sie sich zielbewusst.

„Reiner bitte das Band abfahren“, sagt Hüttmann immer wieder, auch als Sabine Siemund aus Quakenbrück „Ich liebe das Leben“ von Vicky Leandros singt oder Rapper Tino Schmidt in seiner Eigenkomposition behauptet: „Das Leben ist kurz, ich muss mich beeilen, denn ich bin zu Fuß.“ Ganz ohne Playback kommen Holger und Melanie aus, haben sie doch gleich ihre drei Musiker samt Instrumenten mitgebracht. Mit filigraner Gestik und voller Stimme Synaj Cano wieder bestens, wirkt bei der Siegerin von 2009 der Textzettel in der Hand jedoch unprofessionell.

Mit der Stimme von Dieter Bohlen kommentierte Frank Klock (mit Mikrofon) die Darbietungen. In die Jury hatte Axel Hüttmann (rechts) zudem Stefan Kempe und Andreas Schiestl (von links) verpflichtetIn die Endausscheidung kommen die Gewinner aus den drei Blöcken: MC Peurcy aus Ibbenbüren mit seiner eigenen Rap-Komposition, Daniela Heidgerd aus Berge mit dem Titel „Und morgen früh küss ich dich wach“ von Helene Fischer und Laureen Niermann aus Wallenhorst mit „A Moment like this“ von Kelly Clarkson. Genau wie beim Eurovision Song Contest, bei dem Loreen siegte, geht der Gewinn von 400 Euro an die junge Dame mit dem Doppel-E, Laureen Niermann. Neu ist der Trend zum Doppel-E übrigens nicht, erinnert es doch an „Come on Eileen“ der Dexys Midnight Runners.

„Ich habe einfach angefangen, zu singen, vor zwei Jahren habe ich mit Gesangsunterricht begonnen“, schildert Niermann. „Ich trete auch bei Abi-Bällen, Hochzeiten und Geburtstagen auf“, ergänzt die 18-Jährige. Was sie mit dem Gewinn macht? „Ich weiß es noch nicht, wahrscheinlich gehe ich zu einem Musical-Casting“, antwortet die Auszubildende zur Erzieherin. Nur weiter so. Come on Laureen....

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